Die Ivi steht echt auf Gitarrenmusik. Vor allem nachdem wir joggen waren, danach gefrühstückt und anschließend zu den Schafen So sehen wohl entspannte Border Collies aus (glücklich sehen sie aus, wenn wir bei den Schafen sind).
Nebenbei: Ich habe Schafe zu verkaufen. Wir haben einige Mutterschafe, Lämmer und einen hervorragenden Waldschafbock im Angebot. Bei uns hat es dieses Frühjahr kräftig Nachwuchs gegeben. Es handelt sich um Waldschafe (mit und ohne Hörner) und ggf. sind auch Heidschnucken abzugeben. Bei Interesse, bitte EMail an rolf@dogscafe.de.
Euch eine menschliche Zeit mit glücklichen, entspannten Hunden.
Ich bin ein Musik-Nerd. Schon seit meiner Kindheit höre ich Musik. Mein Geschmack hat sich immer wieder gewandelt. In chronologischer Reihenfolge …
- Kinderlieder
- Pop und die Neue Deutsche Welle
- New Wave der 80er (ich habe nahezu alle Platten von Depeche Mode, New Order)
- Stadionrock ala U2 und Simple Minds
- diverse Rock-Pop-Scheiben, die ich längst vergessen habe
u.s.w.
Heutzutage höre ich gerne Jazz, vor allem Coltraine.Und ich mag die ehrliche Bluesrock-Musik der 60er und 70er Jahre- Hendrix, Grateful Dead, Rory Gallagher. In jüngster Zeit auch Joe Bonamassa, Kenny Wayne Shepherd, Robert Cray.
Musikliebhaber brauchen vor allem eins: neue Platten! Nun gibt es auf der Welt ein Riesenangebot an Musik. Früher, als Jugendlicher, habe ich Stunden in Plattenläden verbracht und dort mein letztes Geld gelassen. Ich habe noch heute Berge von Musikkassetten und Platten mit altem Zeug. Natürlich habe ich mir nicht alle Platten selbst kaufen können und eine Menge aufgenommen. Ich weiss noch, wie neidisch ich auf das rattenscharfe Nakamichi-Tapedeck eines guten Freundes war
Später kam die CD auf den Markt und ich war total glücklich. Man konnte bei meinem Denon CD-Player sogar die Titelreihenfolge programmieren (aus heutiger Sicht ein vollkommen dämliches Feature). Kein rauschen, knacksen … toll. Ich hatte zwar keine wirklich gute Anlage, aber zumindest war das Teil laut!
Zu jener Zeit habe ich mir über Urheberrechte schlicht keine Gedanken gemacht. Entweder habe ich die CD/Platte gekauft, oder ich habe es eben gelassen. Heute kaufe ich meine Musik bei iTunes statt im Plattenladen um die Ecke. Man kann dort in Ruhe Platten anspielen (ihr merkt, ich benutze immer noch den Begriff “Platte” ), sich Rezensionen ansehen, die Website der Band anschauen. Super! Die Qualität ist bei AAC mit 256 kBit/s echt o.k. und reicht für meine Zwecke vollkommen aus. Das beste dran ist iTunes Match / iCloud. Das ist für einen Musikliebhaber einfach nur toll und unheimlich praktisch.
Tatsächlich (ihr werdet es nicht glauben, stimmt aber wirklich), besitze ich nicht ein einziges “geklautes” oder “raubkopiertes” Musikfile aus dem Internet. Nicht eins. Trotzdem leihe ich mir ab und an eine Scheibe von einem Freund und schubse die in mein iTunes, so wie ich früher gelegentlich eine Kassette aufnahm. Und auch ich brenne manchmal einem Freund eine CD.
Was hat sich also geändert in den letzten 35 Jahren? Eigentlich nichts! Bis auf technische Details hat sich wirklich nichts geändert.
Vielleicht aber doch. Es ist zurecht illegal, in großem Stil Musik über Downloadplattformen zu verteilen. Genauso illegal, wie früher das verscheuern schwarz gebrannter CDs auf dem Flohmarkt. Und ich finde es auch nicht richtig, dass es Plattformen gibt, die mit dem geistigen Eigentum anderer Leute Geld verdienen ohne für den Content zu zahlen. Ich verstehe nicht, warum die GEMA nicht einfach den gleichen Vertrag wie z.B. mit dem WDR auch mit youtube oder sonst einem “Internetsender” abschließen kann. Vielleicht bin ich auch zu old-fashioned, um das zu verstehen. Aber mir erschließt sich der Unterschied zwischen youtube & co. und einem privaten Fernsehsender nicht wirklich.
Aus Nutzersicht, das verstehe ich dabei auch nicht, ist das doch einfach: Einen Sender, der meinen bevorzugten Content nicht liefern kann, den gucke ich halt nicht. Drum schaue ich z.B. weder youtube noch sonst einen (Fernseh-)Sender, weder im Netz noch im TV. Wenn youtube “meine” Musik nicht spielt, dann shoppe ich mir halt spotify, zum Beispiel, wenn ich denn wollte. Die haben dieses GEMA-Problem nicht. Ist ja bei Radiosendern nicht anders (die werden auch immer blöder, mit Ausnahme des Deutschlandfunks).
Wie wäre es mit lesen? Jazzthing, Rolling Stone oder Gitarre & Bass . Da gibt es genug coole Musikempfehlungen, in die man bei iTunes ganz legal hereinhören kann und die Platte dann kauft oder eben nicht oder auf die Wunschliste für später oder den Geburtstag. Eben so “wie früher”.
Das dogscafe ist wieder eröffnet. Die Speisekarte hat sich etwas geändert, aber nicht allzu sehr. Könnte sein, dass künftig etwas schärfer gekocht wird.
Zum Stand der Dinge (ganz kurz, verprochen) und nur für die, die es interessiert: 25 Mutterschafe, ein Haufen Lämmer und die Hunde halten uns in Sachen “Möchtegernbauerdasein” gut auf Trab. Dummerweise ging in Sachen Trial gar nichts im letzten Jahr. Das war weniger mangelnder Zeit geschuldet als anderen widrigen Umständen. Blöderweise kam ich auch kaum zum fotografieren. Und wenn ich mal die Knipse in die Hand nahm, kam nichts gescheites dabei raus. Wird sich hoffentlich bald ändern, da bin ich ganz zuversichtlich.
Die letzte Fototour führte mich an einen Ort, an dem man normalerweise alles andere tun würde als zu fotografieren: In eine alte Silbermine Echt wahr. Da kann man coole Motive finden.
Marslandschaft
(Das Motiv kann man mögen oder auch nicht)
Ich habe ganz grundsätzliche Probleme mit allem, was nach Blödsinn klingt. Vor allem, wenn es mit Medizin zu tun hat – aber auch sonst. Eins der Dinge aus der Kategorie “Angewandter Blödsinn” ist die aktuell moderne “Methode”, Kindern Lesen & Schreiben beizubringen. Martenstein hat sich da auch so seine Gedanken dazu gemacht. Das ist aber nicht so schlimm, weil letztlich lernt jeder irgendwann Lesen & Schreiben. Blödsinn ist es trotzdem. Wenn ein Musikanfänger improvisieren lernt, dann beginnt man ja auch mit Blues anstatt mit Zwölftonmusik. Vielleicht bin ich auch einfach zu fantasielos. Ausserdem bin ich kein Pädagoge und wahrscheinlich habe ich unrecht.
Apropos Musik. Ich habe die 60er / 70er entdeckt: Hendrix, The Grateful Dead, Rory Gallagher u.s.w. . Die waren echt gut. Handgemachte, bluesgetränkte Rockmusik. Könnte ich den ganzen Tag hören. Wenn ich nicht gerade The Big Bang Theory gucke. Wer sich für Musik interessiert sollte sich echt mal die Zeit nehmen und sich mit dieser Ära beschäftigen. Woodstock war einfach großartig. Vor allem haben die Typen nicht ständig dumme Liedchen über ihre Freundin geschrieben, sondern hatten was zu sagen. Leider habe sie auch eine Menge Zeug genommen, das man besser nicht nehmen sollte.
Wobei ich immer noch nicht begreife, warum man in jedem Supermarkt toxische Ethylakohollösungen kaufen kann, und zugleich Cannabis als illegale Droge gilt. Obwohl ich nicht trinke oder Cannabis konsumiere weiss ich noch aus meiner Jugend, dass mir die Bekifften immer lieber waren als die Besoffenen. a) rochen die besser und b) gingen sie mir nicht auf die Nerven. Ich kann mich noch erinnern, wie wir mal während einer Party im Jugendzentrum eine Riesenaufregung verursacht habe, weil wir “Haschisch-Räucherstäbchen” entzündeten. Der ganze Laden roch bis unters Dach nach Gras . Aber ich schweife ab. Am besten ist sowieso, die Finger von dem Zeug zu lassen. Auf Dauer wird man davon weich in der Birne und es ist einfach bescheuert, sein Gehirn mit diesem Zeug in nutzlosen Brei zu verwandeln.
Brain Damage
Zum Thema zurück : Blödsinn
Hier meine Rangliste des größten gesellschaftlich akzeptierten Blödsinns:
Wer immer schon wissen wollte, wie es sich wirklich in Flatland lebt ….
Echt eben, das Leben
Gegen eben!
Immerhin können einem die Mädels nicht mehr davonhopsen …
Für immer Dein!
… und man braucht auch viel weniger zu essen, so als Flachlandbewohner:
Prschcht!
Manchmal spielt einem das Leben so übel mit, dass es einen echt platt macht. Dann muss man halt aufstehen und weitermachen (am besten, bevor man austrocknet). Wenn ihr also mal morgens aufwacht und euch fühlt wie in Flatland, dann denkt vielleicht an diese Bilder und daran, dass es echt doof ist, so zu enden.
Hier bei uns ist gerade die Hölle los, lämmertechnisch gesehen. Es purzelt und plumpst, dass es eine Freude ist. 8 Bocklämmer und ein Mädchen bisher. Warum zum Geier, bekommen die Biester eigentlich keine Töchter? Naja, gibt ja noch ein paar mehr und die Hoffnung stirbt zuletzt. In jedem Fall haben wir so viel Fläche zu bewirtschaften über den Sommer, dass wir lieber ein paar mehr als ein paar weniger Schafe hätten. Nur die Hunde, die finden die Lämmerei total dämlich. Die vor kurzem noch so willfährigen Damen sind plötzlich zu gluckenhaften Furien mutiert. Naja, mit vereinten Kräften geht das, zumal demnächst der Treck zur Sommerweide ansteht.
Falls einer den Geier trifft, der das mit den weiblichen Lämmern weiss, grüßt ihn bitte von mir. Er soll sich mal melden.
Die Pause ist vorbei und das Projekt “dogscafe” geht weiter. Ob es jemanden interessiert oder nicht, sei mal dahin gestellt .
Der Planet dreht sich immer noch. Das war zu erwarten. Ich fotografiere endlich wieder, das war auch zu erwarten. Vielleicht etwas anders als früher, wer weiss. Aber so, wie man alle Zeit mal seinen Klamotten- oder Musikgeschmack ändert, so ändert sich eben auch die Bildsprache, die einem gefällt. Mein Thema ist die Strasse. Das Unbeachtete, Alltägliche.
Ansonsten sind die Zeiten arm an Ereignissen. Jedenfalls an wichtigen, wenn man ehrlich ist. Wobei ich mit “wichtig” die Ereignisse meine, die einen wirklich selbst betreffen. Drum lasse ich den Fernseher meist aus. Das Wenigste, was die dort erzählen, ist wichtig (für mein Leben, meine ich). Und das Wenige, was wichtig ist, erfährt man sowieso nicht (z.B. Abgabetermine für Steuererklärungen, welches Klavier man seinem Filius kaufen soll, ob man an der verflixten Stelle in dem Song, den man übt nun besser einen Slide oder ein Bending spielt u.s.w. ). Da reden die einfach nicht drüber im Fernsehen.
Überhaupt könnten die da mal etwas mehr Standbilder zeigen. Die Welt ist doch viel interessanter, wenn man sie mal für einen Moment anhält.
Ich bin ein grosser Freund fester Brennweiten geworden. Vor allem die Normalbrennweite (bei mir sind das 30mm) und das leichte Tele (60mm). Ist viel besser als dieses neumodische Zoom-Zeug. Das hat natürlich auch seine Berechtigung. Aber auf die Strasse geht man mit einem Normalobjektiv, so gehört sich das eben. Muss man halt laufen, wenn es nötig ist.
Die Spiegelreflex ist mir mittlerweile oft zu sperrig. Sowas schickes, kleines mit Micro-Four-Thirds … mh, das wäre ja was. Ich mag ja so minimalistische Sachen mittlerweile sehr gern.
Ein andermal mehr dazu und wohl auch etwas gehaltvoller, versprochen. Ich muss mich ja erstmal wieder warmbloggen und einknipsen.
In der Zwischenzeit, hört mal ein bisschen Candy Dulfer …
Es sind bewegte Zeiten. Von daher ruht dieses Projekt hier ein wenig. Jedes Ding hat seine Zeit – und dieses hier muss gerade ein wenig zurückstecken. Trotzdem überkommt mich zuweilen das Sendungsbewußtsein .
Ich bin bekennender Nerd – siehe hier. Zumindest ein bisschen. Nicht allzu übertrieben, hoffe ich, aber schon auffällig. Ich liebe dieses ganze Technikspielzeug, vor allem meinen iPod und meine Macs, und digitale Kameras und all diese magischen Musiksachen wie Logic Express und Guitar Rig, meine (elektrische) Gitarre, William Gibsons “Neuromancer”, u.s.w. . Irre. Mit diesem Zeug könnte ich mich den ganzen Tag mit befassen (mache ich aber nicht). Und am Ende desselben würde ich dann wohl feststellen müssen, dass doch nichts dabei heraus kam. Die großartigen Pink Floyd haben in den 70er Jahren darüber in “Time” gesungen …
“Ticking away the moments that made up a dull day. Fritter and waste the hours in an offhand way. ”
Da ist schon was dran. Muss man drauf aufpassen. Denn letztlich sind die ganzen Spielzeuge doch Zeitkiller, in gewisser Weise, …
“…and then one day you´ll find, ten years have left behind you.”
Das Problem ist also, dass man sich heute überlegen muss, was man mit seinem Tag anfängt um morgen rückblickend sagen zu können, der Tag sei ein sinnvoll genutzter gewesen. Macht man das immer so, dann wird man in 10 Jahren nicht rückblickend feststellen müssen, Zeit vergeudet zu haben. Zugleich aber ist man nie ganz bei dem, was man tut. Denn man denkt ja stets an die nächste zu erledigende Sache. Auch nicht gut. Ein Dilemma.
Was also ist eine “wasted hour”, eine vergeudete Stunde? In einer Textzeile von “Time” singt Roger Waters , müde davon zu sein daheim zu sitzen und den Regen zu beobachten. Aber kann nicht eine Stunde daheim sitzen und den Regen zu beobachten, auch eine wertvolle Stunde sein?
Wenn ich so drüber nachdenke fällt mir nicht ein, wann ich das zuletzt getan hätte: den Regen beobachten. Wenn ich es täte, würde ich es wahrscheinlich 1 Tag vorher planen, schließlich gibt es den Wetterbericht, und dann zu Beginn des Regen beobachtens den Wecker stellen – auf 1h. Um ehrlich zu sein, würde ich das sinnleere Gestarre wahrscheinlich nicht aushalten und zwischendurch immer mal wieder auf den Wecker gucken, wie lange ich noch starren muss . Zumindest würde ich dabei Musik hören.
Aktuell wahrscheinlich Arcade Fire “The suburbs”. Ein grandioses Album. Ich krieg´ mich gar nicht mehr ein. Der Musikexpress schrieb, sie schenkten uns das erste große Indie-Album des Jahrzehnts. Das ist sicher wahr. Ich habe selten eine so wunderbare Platte gehört.
Nebenbei bemerkt. Die Website von Arcade Fire ist top gestaltet.
Hört mal rein in die Musik dieser Band. Großartig.
In Sachen Fotografie gibt es in Kürze wieder was Neues. Demnächst in diesem Theater.
Bei der Loveparade in Duisburg sind am vergangenen Samstag 1920 21 Menschen zu Tode gekommen und über 340 500 verletzt worden. Schrecklich. Die Fakten und Nachrichten darüber sind im Netz nachzulesen und ich spare mir das rezitieren.
Mir kamen die Berichte über das Unglück eigenartig vor, drum habe ich mir die Sache mal aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs angeschaut. Eine erste Analyse …
Wenn dieser Bericht ( Verfeinerte Auswertungsmethoden für Evakuierungssimulationen ) zutrifft, und ich denke, das tut er, dann kann man leicht abschätzen, wie völlig hirnrissig die Idee war, eine solche Großveranstaltung dort stattfinden zu lassen. Ein einigermaßen technisch gebildeter Mensch braucht 5 min. , um das zu erkennen. Ich frage mich ernsthaft, wie dämlich man sein muss …
Annahmen:
Tunnellänge 300m , Tunnelbreite 20 m
-> Fläche 6.000qm
Angenommene maximale Personendichte -> 4 Menschen / qm
Maximale Anzahl der sich gleichzeitig im Tunnel befindlichen Menschen -> 24.000 Leute ! (klingt viel, ist auch viel)
Geschätzte Geschwindigkeit einer Menschenmenge bei dieser Dichte ca. 0,25 m/s
-> Durchflusszeit für 1.000.000 Menschen durch diesen Engpaß ungefähr 14 Stunden !
Für 500.000 Menschen dauert es ungefähr halb so lang, also rund 7h, um die alle durch dieses Nadelöhr zu bringen. Vielleicht geht es etwas schneller, weil die Personendichte ab- und die Geschwindigkeit zunimmt. Aber die Rampe / Tunnel sind ja nicht nur Ein- , sondern auch der Ausgang gewesen. Dementsprechend verdoppelt sich die Zeit mindestens, vermutlich wird es noch schlimmer weil die Flußgeschwindigkeit ab ca. 5 oder 6 Menschen/qm auf Null fällt, was man sich ganz gut vorstellen kann. Und dann geht es mittendrin auch noch ums Eck.
Ohne Experte zu sein kann selbst ich sagen, dass das völlig verrückt ist.
Für mich ist es schwer zu ertragen, dass so viel Leid über so viele Menschen gebracht wurde, nur weil in den Behörden und beim Veranstalter offenbar Leute sitzen, die zu dämlich sind, elementare Überlegungen anzustellen, ob irgendetwas überhaupt realistisch gehen kann. Das ist nicht zu fassen.
Timeshift (Zeitverschiebung) wär´ grad aktuell gar nicht so übel. Dann würde ich 1mal pro Tag 2h zurückspulen. Das würde schon reichen, 2h mehr. Ein Haufen neuer Bilder, u.a. aus einem U-Bahn Fotoprojekt, harren der Bearbeit- und Veröffentlichung. Der Gitarren- und Gesangspart von Pink Floyds “Wish you were here” will auch erarbeitet sein (wie kann man in 8 Takte soviel Spieltechnik einbauen?) . Bildbearbeitung und Musik sind ja eher was für den späteren Abend, bei der aktuellen Hitzewelle sind abendliche Aktivitäten eh´ besser.
Am letzten Wochenende waren Neala und ich (ohne Kamera) bei Jenni, Kai und Bruderherz (Nealas Bruder) Nuts zu Besuch. Sie hatten Miriam Wolf für ein Hütehundseminar eingeladen. Das war natürlich ein vorzüglicher Grund, sich einmal wieder zu sehen und was soll ich sagen – es war wunderbar. Tolle Gastgeber, klasse Trainerin, große Fläche, schöne Schafe, nette Leute und natürlich engagierte Hunde. Übel war nur die Hitze. Wir haben um 06:00 Uhr morgens begonnen, aber am Samstag wurde es dann doch noch so heiß, dass wir den Nachmittag mit den Hunden an einem See verbrachten. Am Abend ging es dann auf der Koppel weiter und nebenher haben wir gegrillt. Superschön, lehrreich und sehr besonders. Border Collie Leute sind schon eine spezielle Sorte Mensch und liebenswert verrückt. Wie sonst kann man erklären, dass es Leute gibt, die von 06:00 Uhr früh bis 22:00 Uhr abends nichts anderes im Sinn haben als Schafe & Hunde?
Für mich brachten die 2 Tage die Erkenntnis, präziser sein zu müssen. Klarer in meiner Kommunkation mit dem Hund. Neala hat schön mitgearbeitet, lief wirklich gut und hat die Stop-Lektionen gut umgesetzt. Ich denke, wir haben in Sachen Drive einen guten Schritt nach vorn gemacht und ihre Distanzarbeit hat sich verbessert. Das hat sich in den letzten Wochen schon angedeutet. So manche Flanke ist noch nicht so, wie ich das gern hätte, aber das Verhältnis von guten zu schlechten Bewegungen verbessert sich langsam, aber stetig in dem Maße, in dem meine Fähigkeiten sie zu führen besser werden. Zuweilen ist sie noch sehr ungeduldig, hektisch und schnell. Gerade im Trial, wenn es aus dem Auto weg zum Startpfosten geht, dann habe ich doch arge Probleme, sie unter Kontrolle zu halten. Wie es scheint, pushen wir uns dann gegenseitig, weil ich natürlich auch ziemlich aufgeregt bin, wenn ich am Startpfosten stehe. Tja, und dann ist da noch die Sache mit der Pfeife. Ich sollte dringenst die Pfeiferei lernen, weil das mit dem rufen doch irgendwie a) ziemlich uncool und b) für den Hund total doof ist. Leider pfeife ich wirklich schlecht. Ich erkläre und gelobe hier öffentlich: Nach dem Sommer kann ich pfeifen. Und wenn ich Tag und Nacht üben muss!
Kurzum: Es war ein rundum cooles Wochenende mit netten Menschen, Hunden und der schönsten Nebensache der Welt (und damit meine ich nicht Fußball, sondern die Arbeit mit Border Collies).
Was gab´s denn sonst noch… Fußball. Ich habe mein erstes Public Viewing erlebt. Im Rahmen eines Kindergartenfestes, bei dem ich Festivalfotograf war. Hat Spaß gemacht und tasächlich habe ich mich zum kollektiven Mitjubeln hinreißen lassen . Krass. Die Jubelei ist quasi ansteckend.
Einen neuen Präsidenten haben wir ja nun auch wieder. Und hoffentlich hat nun auch der Letzte begriffen, dass die Kommunisten ein ganz klein wenig irre sind. Warum man die SED, die sich nun “die Linke” nennt und alten (sauren) Wein in neuen Schläuchen verkauft, als ernstzunehmende politische Kraft sehen kann, ist mir vollkommen unbegreiflich. Ich mein´, dass waren die Typen, die die Leute hinter Elektrozäunen und Selbstschußanlagen gehalten haben wie Vieh. Mit dem Unterschied, dass mein Vieh wenigstens Meinungsfreiheit hat . Und von denen sitzen 123 oder so in einer Bundesversammlung herum und bestimmen den Bundespräsidenten mit. Manchmal ist Demokratie schon schwer auszuhalten. Sogar ein paar verrückte Nazis haben bei der Wählerei mitgespielt, aber das waren ja zum Glück nur wenige. Apropos.. da fällt mir was zu ein
Jedenfalls haben wir jetzt den Wulff als Präsi. Was für mich o.k. ist. Der Gauck gefiel mir besser, weil irgendwie find´ ich, so ein Intellektueller als Präsi, das ist schon was. Andererseits ging´s ja bei dem Letzten ziemlich schief und vielleicht hält so ein Denker, der das alles blickt, es einfach nicht aus im Politikbetrieb. Zudem kann ich mich an keine schmuckere First Lady als Miss Wulff erinnern.
Wenn der Wulff den Obama trifft, kriegen die bestimmt die Krise weil die Fotografen nur die präsidialen Damen ablichten wollen und sich kein Mensch für ihren politischen Poetry Slam interessiert. Apropos Poesie … hier ein Linktip: Andy Strauß.
Überhaupt, was Politiker so alles treiben. Ob mir die Angela und ihre Gesellen wohl demnächst mal bei einem Trial oder sonst auf irgendeiner Wiese über´n Weg laufen?
[Bildquelle: keine Ahnung ]
Das Schnuckenvieh hätte denen ruhig mal anständig eins dengeln können. Bei all dem Kokolores den die so veranstalten
Viel los in diesen Tagen. Präsidenten kommen und gehen. Seit sie den Kachelmann eingesperrt haben, kann man das Wetter sowieso vergessen. Und ein eher mäßig begabtes Fräuleinwunder trällert die europäische Konkurrenz gnadenlos an die Wand.
Die armen Engländer haben sicher von dem Lena´schen Slang einen irreparablen neuronalen Schock im auditiven Kortex bekommen.
In unserer kleinen Welt, abseits der großen Geschehnisse, die die Welt in Atem halten, passiert nichts aufregendes. Gelegentlich küsst mich die Muse. Zuletzt in Gestalt einer Bande Gummibärchen…
Aussenstehend 1
Aussenstehend 2
What the fuck is that?
Neala und ich haben uns auf Gut Schiff an den Moorschnucken versucht. Immerhin haben wir an beiden Tagen die Biester in den Pferch bekommen. Vor allem am zweiten Tag taten wir das nicht wirklich elegant und letztlich landeten wir platzierungsmäßig irgendwo im Mittelfeld.
Die beste Ehefrau und Mutter erträgt tapfer mein Gitarrenspiel. Zum Glück gibts Kopfhörerverstärker. Ich habe einen von VOX, der klingt wie ein AC30 Röhrenverstärker.
Enorm praktisch. Schont die Nerven der Familie und man kann sich zu jeder Tages- und Nachtzeit das volle Brett auf die Ohren geben. Im Moment versuche ich mich an “The racing rats” von Editors. Das Solo ist schon ganz schön frickelig und die Akkordwechsel treiben mich in den Wahnsinn.
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